
Namenlos
Leben oder dienen
Roman über Krieg und Gewissen.
Frühling im dritten Kriegsjahr. Drei Männer, die einander nie gewählt hätten, steigen in die Karpaten. Vor ihnen acht Tage Wald, Hunger und Kälte – und die Grenze, hinter der das Leben vielleicht wieder ihnen gehört.
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Was hättest du getan?
Frühling im dritten Kriegsjahr. Drei Männer, die einander nie gewählt hätten – ein Fitnesstrainer, ein Programmierer, ein Verkäufer –, steigen in die Karpaten. Hinter ihnen ein Land, das seine Männer von der Straße weg einzieht. Vor ihnen acht Tage Wald, Hunger und Kälte – und die Grenze, hinter der das Leben vielleicht wieder ihnen gehört.
Am vierten Tag schließt sich ihnen eine Hündin an. Sie kennt Wege, die auf keiner Karte stehen. Sie stellt sich einem Bären entgegen. Und sie weicht nicht von der Seite des Schwächsten.
»Leben oder dienen« erzählt von dreien, die keine Helden sind und keine Feiglinge – nur Menschen, die leben wollen. Ein literarischer Überlebensroman über Schuld, Angst und die eine Frage, die keiner beantworten kann: Was hättest du getan?
Für Leserinnen und Leser von Cormac McCarthy und Erich Maria Remarque. Ein Roman, der nicht urteilt.
Originaltitel: Uchyljant – ukrainisch für einen, der sich dem Krieg entzieht.
Das Artefakt — Der Kompass
Ljocha hat ihn eingepackt wie alles andere: Karte, Kompass, Antibiotika. Er prüft ihn alle fünfzehn Minuten. Er lässt ihn nicht fallen – nicht einmal, als der Bär kommt. Ein Kompass ist Physik, sagt er. Magnetfeld. Der kann nicht lügen. Dann gehen sie vier Stunden nach Südwest und stehen wieder auf demselben Stein. Der Kompass hat nicht gelogen. Die Karte hat nicht gelogen. Und die Hündin geht nach Westen – dorthin, wohin die Nadel nicht zeigt.
In einem Souterrainladen in Kyjiw liegt ein alter Kompass, dessen Nadel nicht stillsteht. Über der Tür hängt kein Schild: Namenlos.