
Namenlos
Warum Mütter töten
Psychothriller über Schuld und Mutterschaft.
Kyjiw im Krieg: Anastasia hat fast nichts mehr – außer ihrer dreijährigen Tochter. Als der schlimmste Tag ihres Lebens sich zu wiederholen beginnt, immer wieder um 05:07 auf Anfang, begreift nur sie, was geschieht.
Benachrichtigt werdenKlappentext
»Ich habe getötet. Und nicht nur einmal.«
Kyjiw, mitten im Krieg. Anastasia hat fast nichts mehr: kein Geld, keinen Strom, einen Mann, der sich versteckt und trinkt – und eine Tochter, die heute drei wird. Es soll ein guter Tag werden. Es wird der schlimmste ihres Lebens.
Am nächsten Morgen beginnt derselbe Tag von vorn. Und wieder. Und wieder. Punkt 05:07 springt die Zeit zurück – nur Anastasia erinnert sich. Was sie tut, bleibt ohne Folgen. Keine Schuld. Kein Gefängnis. Kein Ausweg.
Ein Tag, der nicht zählt – und der ihr nach und nach alles erlaubt.
Die Frage ist nicht, ob sie tötet. Sondern warum.
Das Artefakt — Die Hausschuhe
Am Tag davor kauft sie am Andreassteig in Kyjiw Hausschuhe für ihre Tochter. Ein Souterrainladen, über der Tür kein Schild. Auf den Regalen daneben: eine kupferrote Perücke, eine zusammengerollte Peitsche, eine Schachtel mit Karten und ein alter Kompass, dessen Nadel nicht stillsteht. »Zu Hause soll einem Kind nicht kalt sein«, sagt die Stimme. Sechzig Hrywnja – genau so viel hat sie in der Manteltasche. Einen Kassenbon bekommt sie nicht. Am nächsten Morgen beginnt die Schleife. Und als sie die Straße wiederfindet, fehlt die schmale Treppe.
Es ist derselbe Laden: Namenlos.